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Mein wichtigster Schritt bei Panikattacken in 2016

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Genug gefaulenzt. Ich freue mich gerade wie ein kleines Kind. Endlich fühle ich wieder dieses ganz bestimmte Kribbeln in meinem Körper. Ihr kennt es sicher auch. Euch ist etwas passiert und ihr könnt es nicht abwarten, es eurer besten Freundin oder einer anderen lieben Person zu erzählen. So geht es mir gerade. Ich bin schon seit Tagen am grübeln, welche Themen ich als Nächstes auf meinem Blog veröffentlichen möchte. Heute morgen lag ich um 6 Uhr wach und dachte rückblickend an das Jahr 2016. Obwohl es noch nicht ganz vorbei ist, sind trotzdem viele Dinge passiert. Ich fragte mich, welches Ereignis wohl sehr wichtig für mich war? Völlig spontan kam mir mein Kurzurlaub in den Sinn. Klingt vielleicht auf den ersten Blick unspektakulär. Kurzurlaub. Für mich war er aber von sehr großer Bedeutung. Er war für mich... fast lebensnotwendig. Im Artikel Ich stelle mich meiner Angststörung und verreise alleine habe ich über meine mutige Entscheidung berichtet. Ebenso über meine Panikattaken gibt es einen weiteren Artikel. Aber ich möchte euch so gerne in diesem Artikel zeigen, wie der Urlaub überhaupt war. Ich erinnere mich voller Stolz an diesen Urlaub, weil ich mich getraut habe, die Reise anzutreten. So gerne möchte ich euch einige Bilder zeigen und mein Erlebnis mit euch teilen. Es würde mich auch total freuen, wenn ich weitere Menschen inspirieren kann, diesen Schritt zu gehen und sich einfach zu trauen.

Am Bahnhof angekommen

Wir haben uns für Norddeutschland, genauer gesagt für die Kieler Förde, entschieden. Am Bahnhof angekommen, hatte ausgerechnet unser Zug eine ganze Stunde Verspätung. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit war er endlich da. Natürlich haben wir auch alle unsere Anschlüsse verpasst und mussten jedes Mal warten. Aber ich sage es euch: Das Warten hat sich gelohnt!

Am Strand

Nach ca. 6 Stunden Fahrt standen wir tatsächlich am Strand. Das war ein unglaubliches Gefühl! Ich habe die Fahrt gut überstanden, alles hat ohne Probleme (bis auf die Verspätungen) geklappt! Mein letzter Urlaub am Meer liegt einige Jahre zurück. Ich war total angetan von der Weite, dem Geruch und den ungewohnten Geräuschen. Das herbstliche Wetter war zum Glück auch in Ordnung.

Am Bahnhof angekommen

Als ich am Meer stand und beobachtete, wie meine Tochter mit dem Sand und den angespülten Muscheln spielte, war ich unendlich dankbar, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Wer schwere Panikattacken erlebt hat, weiß, wie fest man in der Angstfalle sitzt. Diesen Schritt zu gehen ist unheimlich schwer. Ich wollte aber nicht mehr eingeschränkt sein, ich wollte endlich raus und mir selbst beweisen, was ich noch alles kann.

Schriffe beobachten

Wir wohnten direkt am Strand, das gönnte ich uns. Aus dem Fenster konnte man sehr große (und natürlich kleine) Schiffe beobachten. Wir müssen im Jahr 2017 nochmal dorthin fahren, aber dann als gesamte Familie!

Am Bahnhof angekommen

Im Sommer lässt sich sicherlich besser am Strand spielen. Aber auch im Herbst gibt es viel zu entdecken. Der große Vorteil ist auch der leere Strand, der fast uns alleine gehörte. Was für ein Luxus! Ach ja, die recht neuen Naturkautschuk-Gummistiefel haben alles sehr gut mitgemacht.

Am Strand abends

Jeden Tag, bevor wir ins Bett gingen, haben wir die Abendluft genossen. Meine Tochter hat noch nie so gut geschlafen wie in dieser Zeit. In der Luft lag eine ganz besondere Atmosphäre, die Lichter spiegelten sich auf der Wasseroberfläche und leise Musik tönte von Weitem.

Am Strand abends

Als wir Zuhause angekommen sind, erzählte meine Tochter ihrem Papa ganz stolz von der großen Reise und malte sie einfach auf. Zuerst in ihrem Malbuch, danach jedoch auf dem Tisch – schließlich ist so ein kleines Büchlein viel zu klein für so eine große Reise! Die vielen Züge, Fähren, Wellen und Fische haben sie enorm beeindruckt. Aber auch Drachen steigen lassen, im Meerwasserschwimmbad plantschen und ein Aquarium besuchen. Auch ich frage mich inzwischen, warum ich nicht schon früher diese Reise gemacht habe. Manchmal braucht man jedoch einen Anschubser. Und er kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Meiner Schwiegermama möchte ich auf diesem Weg ein großes Dankeschön aussprechen.

Beitrag von Lisa Albrecht am 26. Dezember 2016 veröffentlicht.