Wieviel bin ich mir wert?
Das Leben hat viele verschiedene Phasen. Ständige Veränderungen. Wir passen uns den Situationen an. Nicht selten ist es so, dass man sich aus dem Fokus nimmt. Manchmal ist es irgendwie erzwungen, manchmal auch freiwillig. Je nach Lebenssituation eben. Wir können nicht alles genau planen, aber durchaus beeinflussen.

Seit meine Tochter auf der Welt ist, sind viele Dinge plötzlich nicht mehr wichtig. Der Fokus verändert sich, man verändert sich und man wird irgendwie zu einem neuen Menschen. Dabei war mir eine Zeit lang nicht klar, dass ich weiterhin ein Mensch mit Bedürfnissen und Wünschen bin. Mit einem Baby, als Mama, versucht man in der völlig neuen Situation zu „überleben“. Schlafmangel, Hormonschwankungen und der stressige Alltag werfen einen aus der Bahn und bringen einen schon mal an die körperliche und geistige Grenze. Der Text kann so weiter gehen. Aber STOPP! Ich bin froh erkannt zu haben, dass ich mir bewusst werden muss, wer ich bin. Ich bin eine Frau, die gleichzeitig Mama und Partnerin ist. Ich habe auch ein Privatleben, das mich wieder zu mir selbst finden lässt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Selbstschätzung- und Achtung eine sehr wichtige Rolle in den Beziehungen (egal welcher Art) spielt. Wenn ich mich vernachlässige, mich immer nur um andere Menschen und Dinge kümmere, meine Wünsche hinten anstelle – dann wird auch mein Umfeld das wahrnehmen. Ich schrumpfe zu einer unscheinbaren Person, die sich irgendwie aufgegeben hat und scheinbar nichts mehr benötigt.
Wie oft hatte ich den Gedanken, dass ich mir lieber doch nicht das eine oder andere gönnen sollte, weil das Geld besser, d.h. sinnvoller (Kind, Familienhaushalt) eingesetzt werden könnte. Geld für mich auszugeben war mir zu schade. Für andere nicht. Sie sind ja wichtiger, ich kann warten. Irgendwann wird es zu einer Selbstverständlichkeit, dass man warten kann.

Ich fing an zu beobachten, was ich alles aufgegeben habe und was mir wirklich fehlt. Meine Familie hat nichts davon, wenn ich immer nur gebe, aber unglücklich bin. Die Zeit ist gekommen, auch nehmen zu lernen. Sich bewusst etwas zu gönnen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Es muss ja nicht immer Konsum sein. Eine Stunde Zeit für Sport oder sich massieren zu lassen – davon kann man als Mama mit Baby nur träumen. Aber warum? Wenn man sich das ganz klar macht, geht plötzlich so einiges. Und das Gefühl danach ist grandios, wenn die Akkus aufgeladen sind und man sich wieder spürt. Ich gönne mir nun bewusst kleine und größere Dinge, die ich schon lange vermisst oder mir gewünscht habe. Ich liebe meine Familie und ich liebe auch mich. Nichts ist verkehrt daran. Ganz im Gegenteil. Plötzlich merken auch andere, dass man nicht alles mit sich machen lässt. Sie fragen nach deinem Befinden und denken auch an dich. Eine gegenseitige Wertschätzung entsteht, die auch auf Dauer funktioniert und für Harmonie sorgt!
Und wann habt ihr euch das letzte Mal etwas geschenkt, ganz bewusst und ohne ein schlechtes Gewissen?
Eure Lisa.
P.S. Vielleicht fragst du dich manchmal, warum dich bestimmte Situationen mehr berühren oder Energie kosten als andere. Ich habe einen Selbsttest namens „Bist du hochsensibel?" mit viel Sorgfalt erarbeitet, der genau dieser Frage nachgeht. Er dauert wenige Minuten, ist vollkommen kostenlos, und das Ergebnis bekommst du sofort im Anschluss. Vielleicht lernst du dabei etwas über dich, das vieles in deinem Leben erklären könnte. Du bist ganz herzlich eingeladen, den Test auszuprobieren!
Zum Test: Bist du hochsensibel?
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