Führerschein mit 36! Meine Alptraum-Theorieprüfung

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
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Ich glaube, mir raucht der Kopf. Es ist ein Tag vor der Theorieprüfung. Um genau 8 Uhr geht es schon los. Ein wichtiger Schritt in Richtung Führerschein. Wenn ich nur an die Prüfung denke, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Eigentlich brauche ich nichts zu befürchten, ich habe täglich gelernt und beantworte die meisten Fragen auch richtig. Mit Paul bin ich noch die letzten, wirklich schweren Fragen, durchgegangen und habe sie auch verstanden. Denn einfach nur auswendig zu lernen bringt bei mir nichts. Ich muss die Sachen kapieren, um sie wirklich anwenden zu können.

Lernen für die Führerschein Theorie-Prüfung

Schock-Daignose bringt alles durcheiannder

Am Nachmittag fahre ich noch zu meiner Frauenärztin, da ich seit einiger Zeit ein merkwürdiges Ziehen im unteren Bauch verspüre. Auf den Termin wartete ich schon. Ach, wird schon nichts schlimmes sein! Trotzdem gehe ich hin und lasse mich durchchecken. Durch den Umzug war ich länger nicht mehr beim Arzt. Die Ärztin schaut nach und macht beim Ultraschall ein angespanntes Gesicht. "Sie haben eine Zyste, wir müssen sie beobachten." Dann schaut sie weiter. Ihr Gesicht wird noch finsterer. "Sie haben auf der anderen Seite eine weitere Zyste, diese jedoch kann ich gar nicht richtig deuten. Ich muss sie ins Krankenhaus überweisen, für eine zweite Meinung und möglicherweise eine Bauchspiegelung. Aber keine Sorge, das macht man unter Narkose. Dann kann sie auch weggemacht werden."

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Mir wird schlecht

Während ich mich anziehe, kann ich ihren Worten noch gar nicht richtig glauben. Wie bitte? Ins Krankenhaus, eine OP? Narkose? Mir wird schlecht. Ich setze mich und merke, wir mir langsam die Welt entgleitet. Mir wird schwarz vor Augen und ich höre nichts mehr. Irgendwie schaffe ich es meiner Ärztin zu sagen, dass ich gleich umkippe. Sie hilft mir zur Liege zu kommen und ich lege meine Beine hoch. Sie versucht mich zu beruhigen, aber ich komme mir wie im falschen Film vor. Irgendwann bin ich in der Lage zu gehen und versuche, nicht sofort loszuheulen.

Führerschein-Prüfung - wen interessiert es?

Zu Hause angekommen, ist mir nicht mehr nach Führerschein und Theorie zumute. Ich heule nur noch und weiß nicht, was ich machen soll. Wer braucht schon einen Führerschein, meine Eierstöcke sind das Einzige, was zählt! Meine Familie fängt mich auf. Verständlicherweise kann ich auch nachts nicht schlafen. Am nächsten Morgen überlege ich, vielleicht gar nicht erst zur Prüfung zu fahren. Wie soll ich diese Fragen nur beantworten? Ich stehe völlig neben mir! Doch meine innere Stimme sagt mir, dass ich den Versuch starten sollte. Vielleicht klappt es ja doch. Mehr als durchfallen geht ja nicht. Wenn ich nicht hingehe, ist das eine vergeudete Chance.

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Ich nehme die Herausforderung an

Ich quäle mich ins Auto und Paul fährt mich zur Prüfung. Es geht los! Ich schließe die Augen und versuche, mich zusammenzureißen. Hey, ich habe schon so viel geschafft. Es gab schwierigere Momente in meinem Leben. Ich spreche mir Mut zu und lege los. Zuerst fällt es mir sehr schwer, die Prüfungsfragen zu lesen. Aber nach und nach kann ich mich auf die Fragen konzentrieren. Es läuft ganz gut. Es kommen sogar einige Fragen vor, die wir am letzten Tag fleißig geübt haben. Natürlich die Schwierigsten, war ja klar. Aber das ist kein Problem. Zwei Fragen gibt es, die mir ein wenig Kopfzerbrechen bereiten. Ich schwanke hin und her und entscheide mich aus dem Bauch heraus für zwei Kreuzchen mehr. Wenn ich falsch tippe, habe ich maximal 6 Fehler. Das geht ja noch, denke ich mir. Ich bestätige, dass ich fertig bin und warte auf das Ergebnis. Wenn ich jetzt noch durchfalle, ist es ein kompletter Weltuntergang.

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Ich glaube nicht, was ich sehe

Ich traue meinen Augen nicht! Ich habe nicht nur bestanden, ich habe sogar 0 Fehler. Wow, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Aber ganz ehrlich: Gefreut habe ich mich nur eine Sekunde lang. Sofort kam die Geschichte von gestern wieder hoch. Ich hole meine Bescheinigung über die bestandene Theorie-Prüfung ab und möchte wieder nur heulen. Ich habe mich so intensiv auf diese Prüfung, überhaupt, auf den Führerschein, vorbereitet - aber jetzt kann ich mich noch nicht mal freuen. Mein Kopf sagt: Es gibt viel wichtigere Dinge im Leben. Aber eine Sache habe ich trotzdem gelernt: Es lohnt sich zu kämpfen! Auch wenn es schwer ist. Falls du in diesen Artikel quer eingestiegen bist, kannst du alles von Anfang an mitverfolgen:

Eine Prüfung weniger, kein Druck mehr

Es fühlt sich schon gut an, dass meine Prüfung vorbei ist und es insgesamt - nüchtern gesehen - gut lief. Bis zu meinen nächsten Fahrstunden dauert es noch eine Weile, da die Corona-Maßnahmen sie aktuell nicht zulassen. Zur Zeit habe ich natürlich meine Zysten im Kopf und frage mich, warum sie da sind, wie ich sie wieder loswerde und ob ich wirklich operiert werden muss. Ich werde berichten, wie es weiter geht... Hast du Erfahrungen damit? Schreib mir doch eine E-Mail. Und wenn nicht schon getan: Abonniere doch meinen kostenlosen Newsletter, um keine Artikel zu diesem Thema zu verpassen. Es würde mich freuen! Bis bald, deine Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 18. Januar 2021 veröffentlicht.

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