Hochsensible Mutter: Warum kleine Wintermomente mich für immer begleiten

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
Schneeanzug von Isbjörn of Sweden

Es liegt schon einige Jahre zurück. Unsere Tochter war noch klein - so klein, dass wir sie in ihren Schneeanzug einpackten wie ein kostbares Geschenk. Draußen rieselten zum ersten Mal Schneeflocken vom Himmel, die Dächer waren endlich weiß, die Baumkronen mit Schnee bedeckt. Einer dieser seltenen Wintertage, an dem alles stillzustehen scheint. Natürlich mussten wir in den Schnee!

Ich hatte natürlich meine Kamera dabei. Nicht zufällig, sondern weil ich als hochsensible Mutter irgendetwas in mir gespürt habe: Halte das fest. Dieser Moment gehört zu den Dingen, die sich so nicht wiederholen werden.

Als hochsensible Mutter nimmt man Momente anders wahr

Heute ist unsere Tochter nicht mehr klein. Und ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich in diesen alten Fotos versinke. Die kleinen Hände. Die roten Bäckchen. Das ungläubige Staunen in ihren Augen, als der Schlitten sich in Bewegung setzte und die Schneeflocken um sie herum flogen.

Wer hochsensibel ist, kennt das wahrscheinlich zu gut: Bestimmte Momente brennen sich ein. Nicht nur als Erinnerung, sondern als Gefühl, das noch Jahre später vollständig wieder auftaucht – mit Geräusch, bestimmten Geruch, Licht, besonderer Stimmung. Die Schneeflocken auf ihrem Schneeanzug. Das Schneegeräusch unter unseren Stiefeln. Die Art, wie sie gelacht hat.

Das ist eine der stillen Gaben der Hochsensibilität, über die kaum jemand spricht: Wir erleben Schönes nicht nur – wir speichern es tief ab und können auch Jahre später eine Träne verdrücken, weil uns das so mitnimmt.

Schneeanzug von Isbjörn of Sweden

Der Winter als Ruhepol für feinfühlige Familien

Für mich als hochsensible Mutter hat der Winter immer eine besondere Qualität gehabt. Die Welt wird leiser. Die Farben werden weicher. Der Alltag verliert ein Stück seiner Lautstärke.

Wir hatten zwei Hunde (heute nur noch einen) – das bedeutet, wir gehen bei jedem Wetter raus. Bei Regen, bei Kälte, bei Sturm. Als Frostbeule ist mir das nicht immer leichtgefallen. Aber an Schneetagen? Da war ich oft die Erste, die den Mantel anzog.

Denn Natur und Bewegung sind für mich kein Fitness-Programm. Sie sind Regulation. Als hochsensible Mutter brauche ich diese Momente draußen, um wieder bei mir anzukommen – besonders wenn der Familienalltag laut, voll und aufreibend war. Der Wald filtert. Der Schnee dämpft. Die Kälte macht wach auf ihre gute Art.

Winterausrüstung für ein Kleinkind - vegan

Was eine gute Winterausrüstung damit zu tun hat

An diesem Schneetag, der mir so viel bedeutet, war ich entspannt draußen, weil ich wusste: Uns allen ist warm. Unserer Tochter in ihrem Schneeanzug aus Recycling-Materialien (von Isbjorn, er war zwei Winter lang unsere treue Begleitung) und mir in meinen wasserdichten Winterstiefeln (von LOWA, trage ich heute noch!), die ich mir damals gekauft hatte, als ich noch sehr viel mit unserem ersten Hund in Nordhessen unterwegs war.

Als hochsensible Mutter weiß ich: Wenn ich friere, wenn mich irgendetwas körperlich stört oder ablenkt, kann das den Moment nicht in vollen Zügen genießen. Gute Ausrüstung ist für mich deshalb wichtig – sie ist die Voraussetzung dafür, dass ich überhaupt ankommen kann im Augenblick.

Falls es dich interessiert: Hier ist der ausführliche Artikel über den Schneeanzug vom damaligen Winter, falls du mehr über das Modell erfahren möchtest. Und die Winterstiefel für Kinder, die ich damals für unsere Tochter besorgt hatte: wasserfest, warm, robust – im Winterstiefel-Vergleich habe ich sie ausführlich getestet. Paul schreibt über seine Winterbarfußstiefel ebenfalls in einem eigenen Artikel über Barfußschuhe für den Winter.

Barfußwintersiefel vegan

Was ich als hochsensible Mutter heute anders mache

Damals war mir noch nicht klar, dass ich hochsensibel bin. Ich wusste nur, dass manche Tage mich mehr erschöpfen als andere. Heute verstehe ich das und gehe ganz anders damit um.

Ich plane Pufferzeit nach vollen Tagen ein, ich sage öfter nein zu Dingen, die sich nach zu viel anfühlen. Ich gehe raus, wenn der Lärm um mich herum zu groß wird – nicht als Flucht, sondern als Fürsorge. Und ich erlaube mir, Momente wirklich zu genießen, statt gleichzeitig an fünf andere Dinge zu denken. Dafür habe ich eine Liste, so muss ich nicht alles im Kopf behalten.

Dieser Schneetag mit unserer Tochter war so ein schöner Moment. Er hat sich festgebrannt. Und jedes Mal, wenn ich die Fotos sehe, bin ich sofort wieder dort. Das ist kein Zufall. Das ist auch Teil meiner Hochsensibilität. Und ich bin sehr dankbar dafür.

Für alle hochsensiblen Mütter da draußen

Falls du dich in diesen Zeilen wiedererkennst: Du bist nicht allein. Das Thema hochsensible Mutter ist noch viel zu selten ein Thema – dabei wären so viele Frauen froh, zu wissen, dass sie nicht einfach zu viel fühlen, sondern anders fühlen. Tiefer. Weiter. Manchmal anstrengender. Aber auch reicher.

Deine Lisa

P.S. Vielleicht fragst du dich manchmal, warum dich bestimmte Situationen mehr berühren oder Energie kosten als andere. Ich habe einen Selbsttest namens „Bist du hochsensibel?" mit viel Sorgfalt erarbeitet, der genau dieser Frage nachgeht. Er dauert wenige Minuten, ist vollkommen kostenlos, und das Ergebnis bekommst du sofort im Anschluss. Vielleicht lernst du dabei etwas über dich, das vieles in deinem Leben erklären könnte. Du bist ganz herzlich eingeladen, den Test auszuprobieren!

Zum Test: Bist du hochsensibel?

Veröffentlicht am 8. Februar 2017.
Aktualisiert am 21. Februar 2026.
Lisa Albrecht
Lisa Albrecht
Gründerin, Autorin, psychologische Beraterin
Ich bin Autorin und Gründerin des Online-Magazins „Ich lebe grün!“, das sich einem bewussten, nachhaltigen und gesunden Lebensstil verschrieben hat. Als zertifizierte psychologische Beraterin für hochsensible Frauen begleite ich meine Klientinnen in akuten Krisensituationen und bei persönlichen Lebensveränderungen – hin zu mehr Leichtigkeit, Klarheit und Wohlbefinden. Mehr über meine Arbeit findest du auf www.lisa-albrecht.de. Ich liebe das Meer, veganes Vanille-Eis und die Erdbeeren aus unserem Garten – kleine Alltagsfreuden, die mein Herz höherschlagen lassen.

Entdecke meine Bücher


📚 Alle meine Bücher bei epubli entdecken
🥟 Plätzchen ohne Zucker: Vegan und glutenfrei backen in der Weihnachtszeit
🍪 Gesund & süß eisgekühlt: Vegane und glutenfreie Rezepte ohne Backen
🍎 Reflux weg! Mein Weg zur Heilung

Unsere langjährigen Favoriten und Empfehlungen


Man kann viel empfehlen, wenn der Tag lang ist. Doch es gibt Dinge, die wir seit Jahren nutzen und immer noch toll finden. Für uns ist klar: Wenn diese Dinge jede Veränderung in unserem Leben ohne mit der Wimper zu zucken mitgemacht haben, muss an ihnen etwas dran sein, was sie besonders auszeichnet. Und genau das ist für uns das beste Kriterium, sie euch wärmstens zu empfehlen.

Seit 2018: Wasserfilter von The Local Water
💧 Wasserfilter ansehen (Code „LISA“ für eine Gratis-Wasserflasche)

Seit 2021: Nachhaltiger Mobilfunkanbieter WeTell
📱 Mehr über WeTell erfahren

Seit 2016: Bio-Stoffslipeinlagen und Bio-Stoffbinden von Kulmine
🌿 Nachhaltige Hygieneprodukte entdecken

Seit 2014: Hochleistungsmixer Omniblend V
🥣 Mixer hier kaufen

Seit 2016: Eisenpfanne Lodge (unsere einzige)
🔥 Eisenpfanne kaufen

Seit 2019: Getreidemühle Mockmill (für glutenfreies Mehl)
🎵 Getreidemühle ansehen

Seit 1990: Reines Bio-Sanddornfruchtfleischöl (für Haut und Mund)
🌿 Jetzt entdecken
x