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Umweltfreundlich drucken - Der positive Wandel bei Druckereien

Lisa Albrecht
von Lisa Albrecht / 11. Mai 2017

Einige von euch wissen bereits, dass ich Kommunikationsdesign studiert und nach dem Studium in der Werbebranche gearbeitet habe. Ich bin also gelernte Diplom-Designerin und erstellte nicht wenige Logos, Flyer, Broschüren, Visitenkarten, Kataloge und mehr in meiner beruflichen Laufbahn. Das waren alles Dinge oder Produkte, die in der Regel Unternehmen für ihre Kommunikation (mit Kunden oder intern, etc.) benötigt haben. Bereits damals habe ich mich immer mehr mit dem grünen Lifestyle beschäftigt und auch mit der Frage, wie umweltfreundlich man eigentlich solche Dinge umsetzen kann.

Werkzeug eines Grafik-Designers

Es gibt viel zu tun

Nachhaltiges Arbeiten kann in den einen Bereichen sehr gut, in den anderen Bereichen vielleicht weniger gut umgesetzt werden. In unserer Werbeagentur setzten wir z.B. auf Ökostrom, stellten die Rechnungen so schnell wie möglich auf digital um und druckten nur dann Dummys (Entwürfe zur Veranschaulichung für den Kunden) aus, wenn es in digitaler Form nicht umsetzbar war. Dabei griffen wir gerne auf Recycling-Papier zurück. Unsere Kunden benötigten Briefpapier, Visitenkarten, Broschüren, Flyer, Kataloge, Plakate, Weihnachtskarten und vieles mehr. Früher hat man recht wenig von Nachhaltigkeit in der Druckbranche gehört. Es gab einfach gewisse Standards und fertig. Das ist heute zum Glück anders. Es hat sich viel getan und auch die Printindustrie bemüht sich, das Thema Umweltschutz ernst zu nehmen. Ich weiß noch, irgendwann gab es die Möglichkeit, CO²-frei zu drucken. Oder es gab tatsächlich Recycling-Papiere, die toll aussahen und eine schicke Farbwiedergabe hatten. Und ja, die Druckfarben - auch die haben sich ganz schön verändert. Ich fand damals diesen Wandel wunderbar. Als die Online-Druckerei viaprinto mit genau diesem Thema auf mich zukam, fühlte ich mich nicht nur fast "wie Zuhause", sondern war neugierig, was sich seit meinem letzten Druckauftrag noch verändert hat. Viaprinto hat ein kostenloses PDF zum Download herausgebracht: Klimaschutz in der Printbranche - Bestseller, Trends und Ladenhüter, das eine gute Hilfestellung bietet und auf sehr viele Aspekte der Nachhaltigkeit in der Printbranche eingeht.

Verantwortung in der Entscheidung

Jeder Unternehmer oder Privatmensch, der Druckleistungen in Anspruch nimmt, sollte sich mit dem Gedanken befassen, wie das Produkt tatsächlich entsteht und was dafür zum Einsatz kommt. Wer z.B. Brötchen kauft, bekommt sie oft in einer bedruckten Papiertüte gereicht. Obwohl sehr viele Menschen heutzutage Tablets und Smartphones nutzen, kaufen sie immer noch Magazine und lesen Zeitung. Es gibt kaum Bereiche, die ohne Druckprodukte auskommen. In der Tat werden zum großen Teil von Unternehmen Druckaufträge vergeben. Bei der Entscheidung gibt es durchaus große Spielräume und somit kann jeder etwas zum Umweltschutz beitragen.

Holz aus zertifizierter Herkunft

Bei der Papierauswahl gibt es die Möglichkeit, auf FSC®, PEFC, den Blauen Engel oder Recycled-Labels zu setzen. Das Frischfaserpapier würde somit aus nachhaltiger Forstwirtschaft kommen. In Deutschland ist ein Großteil der Wälder zertifiziert, weltweit weisen jedoch nur ca. 8 Prozent der Wälder ein Siegel auf. Außerdem gibt es noch das TCF Zeichen. Es gibt an, wie das Papier gebleicht wird. Bei TCF bedeutet das konkret, dass das Papier vollständig ohne Chlor oder Chlorverbindungen gebleicht wurde, sondern Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid zum Einsatz kam.

Papiermuster

Klimaneutrales Drucken

ClimatePartner, ein Anbieter, der für den CO²-Ausgleich sorgt und z.B. den Kunden von Druckereien die Möglichkeit bietet, dies bei ihrer Druck-Bestellung auch aktiv auszuwählen. Dahinter steckt mehr, als man vermutet. Das Problem mit den Emissionen wird ganzheilich angegangen. Es wird bei den Druckpartnern genau hingeschaut, wo z.B. der CO²-Ausstoß noch reduziert werden kann. Es wird u.a. in effiziente Druckmaschinen und Ökostrom investiert. Außerdem bietet das Label Gold Standard den Kunden die Sicherheit, dass tatsächlich Emissionen reduziert wurden.

Transport in der Printbranche

Es gibt die sogenannte "Green Logistics" - dazu gehört nicht nur ein klimaneutraler Transport von Printprodukten, sondern z.B. auch eine nachhaltige Verpackung. Von "Go Green" hat sicherlich jeder schon etwas gehört. Die Deutsche Post bietet eine klimaneutrale Liefermöglichkeit der Printprodukte. Für die entstandenen CO²-Emissionen investieren die Logistik-Unternehmen in Klimaschutzprojekte. Diverse Paketdienstleister bieten heute diese Versandmöglichkeit.

Druckfarben

Nachhaltige Druckfarben

Wer beim Offsetdruck auf Öko-Druckfarben setzt, sorgt dafür, dass auf umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe verzichtet wird. Zum Beispiel werden Mineralöle (im Bindemittel und bei den Additiven) durch Alternativen ausgetauscht. Bei der Druckfarbe könnte dies bis zu 84 % ausmachen. Als Ersatz im Bindemittel werden Pflanzenöle genommen, für die Additive werden Trockenstoffe und Wachspasten benutzt. Handlungsbedarf gibt es noch bei dem Soja-Anbau in Südamerika (Stichwort: genmanipuliertes Saatgut, Abholzung der Regenwälder) sowie der Problematik, dass die mineralölfreie Farbe sich aus dem Papier schwerer lösen lässt (Stichwort: Papier-Recycling).

Recyclingpapier

Leider ist es heute immer noch so, dass das Recyclingpapier in der Printbranche bei dem Kunden nicht oft genug zum Zuge kommt. Man kann jedoch bei der Papierwahl Ressourcen schonen und CO²-Emissionen vermindern. Deutschland sammelt übrigens am Effizientesten das Altpapier in der Altpapiertonne. Wieviele Leben ein Recycling-Papier durchlaufen hat und was ins Altpapier nicht hineingehört, steht ausfühlrich auch im kostenlosen Klimaschutzbericht der Printbranche von viaprinto.

Visitenkarten

Öko-Druck ist nur ein wenig teuerer

Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass der Öko-Druck nur ein wenig teurer ist. Wenn man ausrechnet, zahlt man pro Exemplar des Druckproduktes nur wenige Cents mehr. Dafür hat man ein nachhaltigeres und umweltfreundlicheres Produkt in der Hand. Die Entscheidung liegt bei jedem, der Printprodukte in Auftrag gibt.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Redakteurin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin verheiratet, habe eine Tochter und mit zwei Hunden ist unsere Familie aktuell komplett. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

Mehr über mich / Anfragen und Kooperationen
Yasmin 09.6.2017 um 9:45
Das umweltfreundliche Drucksorten vermehrt im Druckereigewerbe angeboten werden, ist mir schon positiv aufgefallen. Wie sieht es denn mit der Verfügbarkeit für den Hausgebrauch aus? Gibt es mineralölfreie Druckerpatronen, Nachfülltinte oder ähnliches auch für private Drucker?
↑ Antworten
Lisa von ich lebe grün! 16.6.2017 um 10:18
Liebe Yasmin,
eine sehr gute Frage, die du mir stellst! Ehrlich gesagt: Ich habe noch keine Antwort. Wenn ich mehr darüber weiß, werde ich darüber berichten. Sorry!
Liebe Grüße,
Lisa.
P.S.: Wenn du eine Antwort hast, schreib mir doch mal. Ich ergänze gerne den Beitrag.
↑ Antworten
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