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Corona-Virus: Hamsterkäufe? Welche Lebensmittel wir gekauft haben

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Bei Krisen wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfohlen, mindestens für 10 Tage haltbare Lebensmittel einzukaufen, um im Notfall nicht zu hungern - sollten Geschäfte nicht in der Lage sein, die Kunden ausreichend zu versorgen oder wenn man krank zu Hause bleiben muss um eine Ansteckung zu vermeiden. Je nachdem was passiert, gibt es Verschiedenes zu beachten. Es bringt zum Beispiel nichts, seine Tiefkühltruhe mit Gemüse und Obst vollzustopfen, wenn plötzlich der Strom ausfällt und alles in kurzer Zeit Matsch ist. Und ganz wichtig: Rücksicht nehmen, damit auch andere Menschen versorgt sind! Panische Hamsterkäufe bringen absolut gar nichts.

Haltbare Lebensmittel bei schlechter Versorgung

Bei unserem letzten Einkauf haben wir auf haltbare Lebensmittel gesetzt, die ohne jegliche Kühlung gelagert werden können. Ich habe auch nicht einfach Nudeln und Tomatensauce eingekauft. Nudeln sind zwar haltbar und schnell gemacht, aber nicht besonders nährstoffreich. Nur Nudeln würden zwar für 10 Tage auch gehen, aber ich würde mich schon über mehr Abwechslung und Nährstoffe freuen. Außerdem wollen auch andere Nudeln haben.

Wir haben zum einen Hülsenfrüchte wie getrocknete Erbsen, Kichererbsen und Kidneybohnen gekauft. Diese muss ich einfach im Wasser einweichen und anschließend kochen. Somit hätten wir eine tolle Eiweißquelle, die nicht gekühlt werden muss. Sollte hier bei uns der Strom ausfallen, können wir im Garten auf einem Feuer weiter kochen.

Ich habe auch darauf geachtet, dass ausreichend für uns notwendige Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin K2 und Magnesium zur Verfügung stehen. Sie halten ebenfalls lange und können dann bei Bedarf aufgebraucht werden.

Haltbare Lebensmittel bei schlechter Versorgung

Es gibt Gemüsesorten, die besonders lange halten. Weißkohl zum Beispiel ist besonders vitaminreich, hält lange und lässt sich sogar zu Sauerkraut verarbeiten. Alleine mit Sauerkraut könnte man sich wunderbar mit Vitamin C versorgen. Kartoffeln können ebenfalls länger im Keller liegen. Äpfel werden auch nicht so schnell schlecht, deshalb würde ich sie beim Kauf bevorzugen.

Reis, Buchweizen, Hirse und andere Getreidesorten sind super, man könnte sie genauso gut statt Nudeln zubereiten und mit einer Sauce essen (ich weiß, dass Nudeln schon in vielen Geschäften ausverkauft sind). Eingemachtes Gemüse und Obst ist sehr lange haltbar und kann für einige Jahre problemlos gelagert werden. Nüsse und Trockenobst sind eine gute Alternative, auch Nussmuse lassen sich super lagern und aufbrauchen. Daraus lässt sich auch sehr schnell eine vegane Milchalternative zaubern.

Wenn wir gar kein Gemüse mehr haben, würde ich anfangen, Sprossen zu ziehen. Wir haben noch einiges da, wie zum Beispiel Alfa Alfa oder Kresse. Das sind wahre Vitaminbomben und können die Mahlzeiten gut ergänzen.

Haltbare Lebensmittel bei schlechter Versorgung

Wie Paul bereits in seinem letzten Artikel über die Krisen-Wasserversorgung geschrieben hat, filtern wir unser Leitungswasser schon lange, somit müssen wir keine Wasserkästen kaufen und hier einlagern (würde auch schlecht funktionieren). Das haben wir auch vorher nicht gemacht. Zusätzlich jedoch haben wir lebensmittelechte Kanister im Keller stehen, die mit Trinkwasser abgefüllt sind. So kann ich wirklich ruhig schlafen.

Wichtig ist mir bei der ganzen Sache, nur solche Dinge einzulagern, die auch verbraucht werden können. Lebensmittelverschwendung sollte auch an dieser Stelle nicht stattfinden und wäre extrem kontraproduktiv. Auch extreme Hamsterkäufe sind nicht sozial und es führt dazu, dass die gerechte Verteilung der Lebensmittel nicht mehr sichergestellt ist.

Es gibt heute schon hier und da Engpässe bei den Lebensmitteln, vor allem bei solchen, die aus den bereits stark eingeschränkten Regionen kommen (z.B. Italien). Wir sollten uns auf die regionalen Waren einstellen, vergessene Lebensmittel wieder entdecken, mit Bedacht konsumieren und auf das Wichtigste konzentrieren. Panik und Angst sind schlechte Ratgeber, einfach vernünftig überlegen und die wichtigsten Dinge erledigen. Dann fühlt man sich entspannter und sicherer, sollte es wirklich schwierig werden.

Welche Vorsichtsmaßnahmen hast du bereits ergriffen oder findest du, dass die ganze Corona-Virus Geschichte nur reine Panikmache ist? Liebe Grüße, Lisa.

Beitrag von Lisa Albrecht am 14. März 2020 veröffentlicht.