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Kaminofen: Erste Erfahrung, Wohlfühlwärme und C02 neutral heizen

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Über drei Monate ist es jetzt her, seit wir unseren Kaminofen Basilia von Hase in Empfang genommen haben. Seit dem hat sich viel getan - draußen ist es richtig ungemütlich geworden und das tägliche Kaminofen-Anfeuern ist für uns zur Routine geworden. Oh ja, ich behaupte, wir sind jetzt richtige Profis, was das Feuer machen betrifft! Am Anfang sah das noch ganz anders aus, aber ziemlich schnell bekommt man den Dreh raus. In diesem Artikel erzähle ich dir, wie wir uns mit dem Kaminofen Basilia angefreundet haben und auf was man bei einem Kaminofen achten sollte.

Gemütlich am Kaminofen Basilia von Hase

Feuer ist nicht gleich Feuer und es ist gut, wenn man auf ein paar Dinge achtet. Morgens am Kamin zu sitzen und eine Tasse Tee zu trinken ist unbeschreiblich schön. Man spürt diese direkte und sehr angenehme Strahlungswärme (wie am Lagerfeuer) und gönnt sich eine ruhige Minute, bevor der Tag beginnt. Immer noch habe ich das Gefühl, im Urlaub zu sein, wenn ich das Feuer beobachte und meinen Körper am Kaminofen durchwärme. Im ersten Artikel über unseren Hase Kaminofen habe ich dir gezeigt und erzählt, wie der Ofen installiert wurde und auch, dass wir uns zum Ziel gesetzt haben, auf unsere Gas-Heizung langfristig zu verzichten und nur noch mit Holz CO2 neutral zu heizen.

Gemütlich am Kaminofen Basilia von Hase

Wir arbeiten sehr viel im Home Office, deshalb machen wir bereits am Morgen das erste Mal Feuer. In der Nacht ist unser großer Aufenthaltsraum natürlich kühler geworden und nach dem wir kräftig gelüftet haben, freuen wir uns auf die direkte Wärme. Wir sorgen immer dafür, dass genug Brennholz bereit liegt, um das erste Feuer zu machen. Beim Anfeuern sollte man darauf achten, dass man kleineres Holz zur Verfügung hat, das schneller brennt. Wenn die Holzscheite richtig geschichtet aufeinander liegen (unten größer, oben kleiner), nehmen wir als Starthilfe 1/3 eines Öko-Anzünders, platzieren ihn unter den kleinen Holzsstücken und zünden ihn mit einem Streichholz an. Das Anfeuern ist die schwierigste Stufe beim Feuer machen. Am Anfang ist uns das Feuer auch Mal ausgegangen, da wir noch lernen mussten, wie die Luftzufuhr funktioniert und wie viel Sauerstoff das Feuer mag.

Gemütlich am Kaminofen Basilia von Hase

Sauerstoff ist für das Feuer essentiell. Deshalb muss man beim Anfeuern darauf achten, dass man die Luftzufuhr auch richtig bedient. Es ist keine Zauberei, die Steuerung ist sehr einfach. Es gibt Primär- und Sekundärluft. Öffnet man beides während dem Anfeuern, klappt es mit dem Feuer. Vergisst man die Sauerstoffzufuhr, wird das Feuer mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgehen. Hase Kaminöfen haben die Funktion, dass man sein Feuer sehr gut regulieren kann! Mit dem Sekundärluftschieber ist das angenehm möglich. Brennen die Holzscheite gut und das Feuer ist stabil, kann man den Luftschieber ein Stück rein schieben. Die Primärluft machen wir dann komplett zu. Durch das Wegnehmen von Sauerstoff passt sich die Flammenhöhe automatisch an.

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Das Anfeuern des Kaminofens ist nicht schwer

Die Anfeuer-Phase dauert einige Minuten. Wir behalten das Feuer einfach während wir Frühstück machen im Auge und regulieren wenn nötig die Sauerstoffzufuhr. Irgendwann sind die ersten Holzscheite verbrannt und es liegt nur noch heiße Glut im Ofen. Möchte man noch mehr Wärme im Zimmer haben, ist die Gelegenheit optimal, weitere Holzscheite in den Feuerraum zu legen. Wir öffnen die Tür vorsichtig einen Spalt und warten bis sich der Feuerraum an die zusätzlich einströmende Luft gewöhnt hat. Man sollte die Tür nie schnell aufreißen. Dann werden neue Holzscheite direkt auf die heiße Glut gelegt und die Tür anschließend zu gemacht. Wenn man das so macht wie beschrieben, kann kein Rauch in den Innenraum gelangen. Am Anfang haben wir manchmal den Fehler gemacht, zu früh nachzulegen, als noch kleine Flammen zu sehen waren. Dann mussten wir lüften um die entwichenen Verbrennungsgase loszuwerden. Aber wie man so schön sagt: Learning by Doing. Es ist einfach eine Übungssache und je mehr Erfahrung man hat, umso besser klappt es. Hat man neues Holz auf die Glut gelegt, zieht man einfach den Sekundärluftregler komplett raus und das Holz fängt zügig an zu brennen. Je kühler es draußen ist, umso schneller ist ein Kaminofen angefeuert. In der Übergangszeit ist das Feuern etwas herausfordernder, denn der Zug im Kamin ist noch nicht so gut. Auch zu feuchte Holzscheite können das Anfeuern schwieriger gestalten.

Gemütlich am Kaminofen Basilia von Hase

Dann gibt es noch die Sache mit der Asche im Ofen und auch die allgemeine Reinigung. Sehr viel Arbeit macht ein Kaminofen nicht. Wir lassen ein Aschebett im Ofen. Erst wenn es zu viel wird, öffnen wir das Rost und lassen Teile der Asche in den Aschekasten fallen. Ab und zu kontrollieren wir den Aschekasten: Ist er voll, wird er ausgeleert. Neben dem üblichen Abstauben im Außenbereich putzen wir regelmäßig die Ofenscheibe. Ich möchte dir einen ganz einfachen Trick verraten. Ein bisschen Zeitungspapier reicht, um die Scheibe sauber zu bekommen. Ohne Reiniger und ohne mühsames Schrubben. Einfach mit einem zerknüllten Zeitungspapier drüber wischen, fertig! Befeuert man den Kaminofen richtig mit einem ordentlichen Feuer und öffnet ihn nicht zu früh, dann setzt sich auf der Scheibe kaum Ruß ab.

Gemütlich am Kaminofen Basilia von Hase

Wir haben ja eine Gas-Heizung im Keller. Seit wir den Ofen haben, bleibt sie fast immer aus. Wir leben im Moment nur auf einem Geschoss und der Ofen reicht, alle benötigten Zimmer warm zu bekommen. Sollte die Wärme nicht ausreichen, können wir mit Bio-Gas ein bisschen dazu heizen. Aber so sind wir aktuell glücklich und zufrieden. Der Hauptaufenthaltsraum hat eine sehr angenehme Temperatur. Es ist ein schönes Gefühl, komplett CO2 neutral heizen zu können. Wenn du über das CO2 neutrale Heizen mit Holz mehr wissen möchtest, findest du bei unserem Ofen-Hersteller Hase diesen ausführlichen Artikel. Wir haben bei unserem regionalen Holzanbieter eine weitere Ladung Holz bestellt, jetzt sind wir für den Winter gut ausgestattet. Insgesamt haben wir fünf Raummeter Holz (Buche) gelagert, es ist bereits 2 Jahre vorgetrocknet und somit optimal zum Verheizen. Denn nur Holz mit der richtigen Feuchte darf in den Ofen. Das Verfeuern von zu feuchtem Holz belastet die Umwelt und der Heizwert sinkt. Deshalb sollte jeder Ofenbesitzer großen Wert auf gutes Holz legen.

Ich wiederhole mich gerne. Es ist wunderschön, die Ofenwärme auch am Abend im Rücken zu haben. Wir spielen zu dritt Brettspiele, sitzen einfach direkt vor dem Ofen und haben eine tolle gemeinsame Zeit. Wenn du die Möglichkeit hast, einen Kaminofen zu installieren, tue es! Du wirst es nicht bereuen. Ich freue mich jeden Tag über die kraftvolle Energiequelle für alle Sinne. Hast du noch Fragen? Schreib mir gerne einen Kommentar! Bis bald, deine Lisa.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 7. Dezember 2019 veröffentlicht.

JAJA 12.1.2020 um 14:20
Das Heizen mit einem Kaminofen ist nicht ökologisch!
Markus 18.12.2019 um 21:18
Wie geht ihr denn mit dem Problem der erheblichen Feinstaubbelastung durch den Kamin um? CO2-Neutralität hat bei Holzfeuerung einen hohen Preis in Form von Schadstoffen, sei das Holz auch noch so trocken.
Die DUH hat das schön zusammengefasst: https://www.duh.de/cleanheat/
suspi 16.12.2019 um 10:16
Die Aussage, heizen mit Holz wäre CO2 neutral halte ich für sehr strittig. Vgl. https://blog.paradigma.de/wie-klimaneutral-ist-das-heizen-mit-holz/
Inga 21.12.2019 um 6:12
Geht mir genauso. Heizen mit Holz ist dich nicht CO2 neutral. CO2 wird im Holz gespeichert, dann wurd es beim Verbrennen wieder freigesetzt. Noch dazu können die Bäume dann logischerweise kein CO2 mehr aufnehmen, sie sind ja weg...
Wärmepumpen (mit Ökostrom betrieben) halte ich für die momentan sauberste Alternative.