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Optimale Entgiftung für deinen Körper: Über Fasten, Ernährung und Wasser

Seinen Körper zu entgiften, ist in der Theorie sehr einfach. Schließlich weiß der Körper von ganz allein, wie er sich selbst repariert. Schneiden wir uns an einem Messer, heilt der Schnitt innerhalb von ein paar Tagen, ohne dass wir was dafür tun müssen. Schwer wird es erst in der Praxis. Schlechte Essgewohnheiten zu brechen und sogar gar nicht zu essen, ist die wahre Herausforderung, der wir gegenüberstehen.

Giftstoffe kommen durch verschiedene Wege in unseren Organismus. Neben der Nahrung, die wir konsumieren, nehmen wir sie über die Atemwege auf und kreieren sie wenn wir Stress haben. Jeder Mensch ist also mehr oder weniger davon betroffen. Wollen wir unseren Körper tiefgründig entgiften, müssen wir nur verstehen, dass der Körper zu 70% aus Wasser besteht und 80% unserer Energie jeden Tag in die Verdauung investiert wird. Nehmen wir dem Körper die Arbeit der Verdauung ab und essen ein paar Tage nichts, hat er die Möglichkeit sich auf andere Baustellen zu fokussieren. Einfach gesagt: Je wässriger unsere Nahrung und je weniger der Körper zu verdauen hat, desto stärker entgiften wir.

Wasser trinken

Das richtige Wasser trinken

Unabhängig davon, was wir essen, ist es wichtig das reinste Wasser zu trinken, welches wir finden können. Wasser aus dem Supermarkt und aus der Leitung enthält trotz gesetzlich festgelegten Richtlinien immer noch Schadstoffe und anorganische (nicht lebende) Mineralien, die unserer Körper nicht verwerten kann. Diese Lagern sich an verschiedenen Stellen im Körper ab und kreieren auf Dauer gesundheitliche Probleme.

Die zwei besten Quellen für Wasser kommen entweder aus Obst und Gemüse oder lassen sich mit Hilfe eines Destilliergeräts aus dem Leitungswasser herstellen. Ein Entsafter und/oder ein Destilliergerät sind daher wichtige Werkzeuge, die ich jedem empfehlen würde. Je nachdem, wie viel du isst und wie viel du schwitzt, solltest du mindestens 2 Liter reines Wasser täglich trinken. Allein das Trinken von reinem Wasser kann deutliche Verbesserungen in der Gesundheit hervorrufen und deinen Körper bei der Entgiftung unterstützen.

Der Mythos, dass destilliertes Wasser schlecht für die Gesundheit ist, ist schlicht und ergreifend gelogen. Etwas zu trinken, woraus unser Körper zu 70% besteht, ist das Beste was man für seine Gesundheit machen kann und in keiner Weise schädlich. Wasser (egal welches) wird erst giftig, wenn wir täglich mehr als 10 Liter trinken und unser Blut schneller verdünnt wird als es über den Urin ausgeschieden werden kann.

Obst für deine Entgiftung

Die Ernährung umstellen und langfristig entgiften

Der erste kleine Schritt, den jeder in sein Leben integrieren sollte ist, die Menge an rohem Obst und Gemüse so hoch wie möglich zu fahren und gleichzeitig die Menge an verarbeiteten Lebensmitteln zu senken. Diese kleine Veränderung allein kann bei vielen Menschen schon für milde Entgiftungserscheinungen sorgen. Aber keine Angst, diese sind nur temporär und gehen schnell wieder weg.

Obst, das besonders gut für die Entgiftung geeignet ist, sind Melonen und Beeren aller Art. Sie enthalten viel Wasser und hinterlassen kaum Rückstände im Darm. Bananen und Avocados sind aufgrund des geringeren Wassergehalts etwas weniger geeignet, aber natürlich trotzdem als sehr gesund einzustufen.

Lebensmittel, die absolut nicht für eine Entgiftung geeignet sind, sind so ziemlich alle gekochten und verarbeiteten Nahrungsmittel und alle Lebensmittel, die kaum oder gar kein Wasser enthalten. Die einzigen gekochten Nahrungsmittel, die in Ordnung sind, sind Kartoffeln, Süßkartoffeln, so ziemlich jede Art von Gemüse und Hülsenfrüchte wie Erbsen. Solltest du es aber ohne gekochte Nahrungsmittel schaffen, würde ich auf jeden Fall dazu raten.

Der nächste Schritt wäre, so gut wie es geht, auf eine Rohkost-Ernährung zu wechseln und hauptsächlich von Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten zu leben. Der große Vorteil ist, dass wir neben dem Kauf der Lebensmittel kaum etwas vorbereiten müssen. Obst ist in der Regel schon perfekt für uns essbar, ohne dass wir es würzen oder kochen müssen. Der Vorteil dieser Variante gegenüber dem Fasten ist, dass die große Menge an Ballastoffen dafür sorgt, den Darm von überschüssigen Giftstoffen zu befreien. Mangelerscheinungen können dabei nicht auftreten, da sich ausnahmslos alle lebensnotwendigen Nährstoffe in dieser Ernährungsform befinden.

Saftfasten

Saftfasten

Die nächste Stufe der Entgiftung ist das Fasten: Saftfasten mit frischen Obst- und Gemüsesäften wäre eine Variante. Saftfasten hat den Vorteil, dass die Verdauung eine komplette Pause bekommt und der Körper den Fokus auf die Heilung legen kann.

Außerdem es möglich, für eine unbefristete Zeit, nur von Saft zu leben. Manche Menschen Fasten mit Saft für ganze 3 Monate. Aber auch schon nach 1-2 Wochen sind große Unterschiede festzustellen und mehr Energie, reinere und strahlender Haut können wünschenswerte Nebeneffekte sein.

Wasserfasten

Eine der schnellsten und intensivsten Methoden zu entgiften ist das Wasserfasten. Für 3-14 Tage sollte nichts außer reines Wasser konsumiert werden.

Solltest du dich für eine Form des Fastens entscheiden, bei der du nur Flüssigkeiten konsumierst, ist es ratsam, regelmäßig Einläufe zu machen, um die restlichen Giftstoffe aus dem Darm zu befördern. Schließlich kommt keine neue Nahrung von oben, die die alte nach außen drückt. Andernfalls kann es dazu führen, dass starke Entgiftungserscheinungen auftreten, da die Giftstoffe im Darm immer wieder in den Blutstrom absorbiert werden und somit für Kopfschmerzen und zu Schwäche führen können.

Selbstverständlich sollte zumindest während einer Entgiftungsphase auch auf den Konsum von Alkohol, Zigaretten, Koffein und sonstige Drogen verzichtet werden. Bei der Wahl der Methode sollte man ganz auf sich selbst vertrauen und nur so weit gehen, wie man sich wohl fühlt. Du solltest als Anfänger nicht direkt mit dem Wasserfasten beginnen, sondern erstmal die Menge an Obst und Gemüse in deiner Ernährung steigern und weniger stark verarbeitete Lebensmittel konsumieren. Schritt für Schritt kann man sich dann hocharbeiten und jeden Tag neu experimentieren.

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Dieser Beitrag wurde von Maximilian Schwandt am 23. Juni 2017 veröffentlicht.

Maximilian Schwandt

Maximilian Schwandt

Gast-Autor

Hey ich bin Maxi. Seit 1,5 Jahren beschäftige ich mich mit einer pflanzenbasierten Ernährungsweise und dem Thema Fasten. Monat für Monat stelle ich Verbesserungen in meiner Gesundheit fest, was sich äußerlich und innerlich bemerkbar macht. Mittlerweile habe ich kaum noch Probleme mit Neurodermitis und Allergien, die mich vor einer Weile noch regelmäßig geplagt haben. Mein Wissen über die Entgiftung des Körpers wird Tag für Tag etwas mehr und ich möchte diese Leidenschaft für das Thema mit anderen Leuten teilen.

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CB 29.6.2017 um 10:01
Hallo Maximilian,
ich bin Biochemikerin und Ernährungswissenschaftlerin und habe deinen Artikel mit Interesse gelesen und möchte trotz allem einige Anmerkungen geben. Ihr braucht diesen Kommentar nicht freizuschalten, loswerden möchte ich es dennoch.
Der Teil über "anorganische (nicht lebende) Mineralien" ist streng genommen nicht richtig. Ich weiß, wie du es meinst und es ist ja kein wissenschaftlicher Artikel. Wahrscheinlich wolltest du es vereinfacht und verständlicher formulieren, aber zu den anorganischen Mineralien gehören Elemente wie Selen, Eisen, Kupfer, etc. Diese Mengen- und Spurenelemente sind lebenswichtig für jeden Organismus und können durchaus verwertet werden. Was du meinst, wird als Xenobiotika bezeichnet, also Stoffe, die lebenden Organismen (nicht nur Menschen, auch Pflanzen und Tieren, etc) fremd sind und deswegen nicht verstoffwechselt werden können.
Außerdem möchte ich sicherheitshalber darauf hinweisen, dass reines Wasserfasten nie ohne ärztliche Beobachtung (schon gar nicht für 14 Tage) allein durchgeführt werden sollte. Selbst Menschen, die eine vollwertige Ernährung haben, sollten sich vor so einem Wasserfasten vom Arzt durchchecken lassen. Latente Mangelzustände von Mineralien liegen oft schon vor, lange bevor die ersten manifesten Symptome auftreten und das sind Dinge, die man nicht einfach erspüren kann, sondern die erst im Blutbild erkannt werden. Beginnt jemand mit einem latenten Mangel ein Wasserfasten mit destilliertem Wasser, das keinerlei Mineralstoffe mehr enthält, wird dieser Mangel sich manifestieren, was zu schweren, manchmal auch irreparablen Folgen führen kann. Daher bitte ich dich, vorsichtig zu sein mit solchen Empfehlungen. Man weiß nie, was Leser daraufhin auf eigene Faust machen.
Trotzdem hat mich der Artikel sehr interessiert und ich lese immer gern Beiträge auf dieser Seite.
Vielen Dank für's Lesen meiner Anmerkungen.
Viele Grüße
Christine
↑ Antworten
Lisa von ich lebe grün! 29.6.2017 um 16:32
Liebe Christine,
vielen Dank für dein ausführliches Feedback, finde ich sehr wertvoll. Warum sollte ich den Kommentar nicht freischalten? Gibt doch gar keinen Grund. :-) Ich habe unserem Gastautor Maximilian bescheid gegeben und evtl. schaut er hier vorbei. Ich bin gespannt!
Liebe Grüße,
↑ Antworten
Maximilian 29.6.2017 um 16:48
Hey Christine,
Vielen Dank für dein Kommentar. Ich denke um es einfacher auszudrücken kann man sagen, dass Eisen nicht gleich Eisen oder Kalzium nicht gleich Kalzium ist. Es kommt immer darauf an, was genau die Quelle ist. Beispielsweise kann der Körper die Nährstoffe aus Obst und Gemüse perfekt verwerten, während er das Kalzium aus Kuhmilch nicht unbedingt nutzen kann. Ganz im Gegenteil: Es gibt mittlerweile viele Studien, die belegen, dass Kalzium aus den Knochen gezogen wird wenn man viele Milchprodukte konsumiert.
Besonders gut finde ich, dass du darauf hinweist nicht auf eigene Faust für 14 Tage nur Wasser zu trinken. Springt man direkt von einer ungesunden Ernährung in ein mehrtägiges Wasserfasten wird es dazu kommen, dass zu viele Giftstoffe auf einmal freigesetzt werden und die Leber überfordert ist. Eventuell kann es dann zum Leberversagen und zum Tod führen. Daher ist es wichtig auf seinen Körper zu hören und langsam damit anzufangen seinen Körper zu entgiften. Der Entgiftungsprozess dauert Jahre und man sollte natürlich klein anfangen.
Liebe Grüße,
Maximilian Schwandt
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