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Selbstversorger - und es muss nicht gleich ein Garten sein!

Der Frühling naht und ich habe schon fast das Gefühl, dass ich mit meinen Garten-Vorbereitungen zu spät bin. :-) Dabei ist zum Glück noch Zeit, um zu planen und sich mit den wichtigen Aspekten zu beschäftigen. Als wir noch keinen Garten hatten, pflanzte ich mit großem Erfolg auf unserem Balkon. Und dabei gab es bei uns kaum Blumen. Ich pflanzte Zuckererbsen, Kartoffeln, Radieschen, unmengen von Tomaten, Sonnenblumen, Gurken und Kräuter. Natürlich ist ein Garten besser. Aber auch sehr sonnige Fensterplätze und kleine Balkone können in ein Gartenparadies verwandelt werden. Man muss nur Mut, Zeit und Geduld mitbringen. Und ich kann euch sagen: So kompliziert ist das nicht. Ich kenne mich auch nicht im Detail aus. Ich vertraue auf die Mutter Natur und versorge die Pflanzen mit Nährstoffen, Wasser und Licht. Das hat bis jetzt immer gut funktioniert. Gerne zeige ich euch, was ich dieses Jahr vorhabe und welche Bücher und Helfer mich begleiten.

Der Frühling naht, die Gartensaison ist bald eröffnet

Bewährte Gartenbücher

Ich habe nicht wenige Gartenbücher, die sehr hilfreich sind und vor allem einen Anfänger gut unterstützen. Aber auch Fortgeschrittene finden in den Büchern sehr viel Neues, da sie sehr umfassend und tiefgreifend sind. Mein absolutes Lieblingsbuch ist Der Biogarten: Das Original von Marie-Luise Kreuter. Ich habe es mir gekauft, als ich mich für das Thema "Anders Gärtnern" interessiert habe. Von meinen Eltern habe ich gelernt, dass man z.B. immer umgraben muss. Aber das muss man gar nicht. Dass es auch ohne Umgraben geht, kann ich euch versichern - denn die letzten Jahre habe ich das auch wirklich praktiziert. Wir wurden reichlich beschenkt mit Gemüse und Obst. In meinem älteren Artikel Biogarten stelle ich das Buch ausführlicher vor. Ich schaue auch noch heute sehr regelmäßig in das Buch. Jeder sollte es sich zulegen, der eine gute Übersicht bekommen möchte.

Gartenbücher für einen Bio-Garten

Zu meiner Balkon-Pflanzzeit kaufte ich mir das Buch Mein Naschbalkon: Gemüse, Kräuter & Obst von Natalie Fassmann, das mich sehr inspirierte, den Töpfen eine Chance zu geben. Denn aus meinem Umfeld wurde mir vom Balkongärtnern abgeraten, weil es doch eh nichts wird. Ganz im Gegenteil! Es wurde was. Wir ernteten Tomaten, Erbsen, sogar Kartoffeln gab es bei uns! Das Buch eignet sich sehr gut für Anfänger. Inzwischen sehe ich, dass der Büchermarkt viele weitere Balkon-Garten-Bücher hervorgebracht hat. Traut euch, ein Balkon kann richtig grün werden!

Gartenbücher für einen Bio-Garten

Selbstversorger - das ist möglich!

Ich möchte dieses Jahr eine Stufe weiter gehen und uns mehr mit eigenem Obst und Gemüse versorgen. Vom Leopold Stocker Verlag habe ich zwei tolle Bücher zu diesem Thema. Das Buch Selbstversorgt! von Heide Hasskerl ist das erste Buch, dass ich zum Theme Selbstversorger in den Händen halte. Es hat mir Mut gemacht, dass auch ein kleiner Garten viel Ertrag bringen kann. Man muss nur wissen, wie man geschickt kombiniert und plant. Es geht auf so viele wichtige Dinge ein, wie Gartenboden, Planung des Gartens, Saatgut, Gartengeräte, Kompost, Frühbeet, Tomatenhaus, Bodenarbeit, Aussaat, Praxisbeispiele und viel Wissen über diverse Gemüsepflanzen. Auf der ersten Seite steht der Satz: "Ein Leben ohne Garten ist wie ein Film ohne Farbe." Es ist herrlich, so empfinde ich es auch! Ich werde mir sehr viele Tipps aus diesem Buch holen. Gerade bin ich dabei, den Garten zu planen.

Außerdem habe ich bereits sehr viel im Buch Den Boden verstehen von Othmar Nestroy gelesen. Es ist sehr verständlich geschrieben, ist aber trotzdem für Fortgeschrittene gedacht, die sich wirklich mit dem Boden beschäftigen möchten. Der Gartenboden ist nun mal die Grundlage für einen ertragreichen Garten und wer sich selbstversorgen möchte, stellt sich früher oder später einmal die Frage, ob sein Boden gut ist oder noch besser werden könnte. Wer nur schlechte Ernten hatte, möchte auf jeden Fall etwas tun und den Boden verbessern. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man seine Gartenerde aufpimpt, jedoch muss man genau wissen, welche Gartenerde man überhaupt hat, um die richtigen Schritte einzuleiten. Ich ziehe aus dem Buch sehr viel Information und verknüpfe diese mit dem Wissen aus den anderen Büchern und meiner persönlichen Praxiserfahrung.

Wichtige Gartengeräte im Biogarten

Gartengeräte

Einige Leser fragten mich mal nach unseren Gartengeräten. Schauen wir am Besten zusammen in unseren Gartenschuppen. Da haben wir eine bunte Sammlung diverser Gartengeräte, die zum Teil sehr alt sind (waren schon drin) und zum Teil von uns gekauft wurden. Wir mögen gerne einfache und hochwertige Gartengeräte, die lange Freude machen. Sehr bewährt hat sich bei uns dieser Spaten, da er sehr gut in der Hand liegt und robust ist. Auch wenn man generell nicht umgräbt, braucht man ab und an einen Spaten zum Pflanzen. Ohne einen Spaten kommt man im Garten nicht sehr weit. Ebenso leistet bei uns ein Kleinhäckchen sehr gute Arbeit. Wichtig ist, dass das Gerät nicht zu groß ist und gut in der Hand liegt. Außerdem sollte man darauf achten, dass keine beweglichen Teile angebracht sind, die sich später einfach lösen können und das ganze Gerät zu wackeln anfängt. Das ist mehr als nervig.

Wichtige Gartengeräte im Biogarten

Eine kleine Schaufel ist für die Balkongärtner als auch für die Gartenfreunde von dringender Notwendigkeit. Ich benutze sie sehr viel beim Pflanzen. Sie ist sehr handlich und hat eine gute Länge. Sehr glücklich waren wir übrigens auch über den Kauf einer Heckenschere. Wir versuchen soweit es geht auf mechanische Gartengeräte zu setzen und wenig auf elektrische, da diese einfach langlebiger und flexibler sind. Diese Heckenschere macht ihren Job super und man kann mit ihr sehr angenehm die Hecken in Form bringen. Wir machen das gerne, wenn unsere Tochter Mittagschlaf macht und diese nervigen Motorgeräusche sind somit kein Thema. Mich stört es ebenfalls, dass ich im Garten ständig Motorsägen, Rasenmäher und sonstige Gerätschaften höre, obwohl ich einfach gerne in Ruhe meine Pflanzen setzen oder gießen möchte. Man will abschalten, aber man ist diesem Lärm ausgeliefert.

Nicht mehr umgraben

Mit einem kleinen Grubber lockere ich ein wenig die Erde auf, wenn ich das Gefühl habe, meinen Pflanzen tut es gut. Wir graben nicht klassisch um, damit der Mikrokosmos in der Erde und die Erdschichten nicht brutal durcheinander gebracht werden. Wichtig ist, dass die Erde locker ist, damit sich die Pflanzen wohl fühlen und die Wurzeln gut wachsen können. Eine sehr große Hilfe ist bei uns eine Art Mistgabel, die jedoch nur für die Bodenlockerung verwendet wird. Ich steche mit der Grabgabel ein und bewege sie hin und her. Dann gehe ich einen Schritt weiter und steche an der nächsten Stelle. So wird die Erde locker, aber alles bleibt an seinem Platz. Gerne wird auch der Sauzahn für die Erdauflockerung verwendet, er wird rillenähnlich durch den Boden gezogen (man benötigt etwas mehr Kraft als bei der Grabgabel-Variante).

Saatgut auf der Fensterbank

Pflanzutensilien

Ich benutze zum Pflanzen alle möglichen Schalen und Becher. Ich habe auch sehr viele kleine Töpfe, die ich jedes Jahr neu auspacke. Ich ziehe mein Saatgut komplett selbst. Nur letztes Jahr habe ich mal einige Kohlrabi-Pflänzchen gekauft, aus Neugierde. Ich habe sogar Erdbeeren selbstgezogen! Das geht. Mein Frühbeet ist bei uns zu Hause auf den Festerbänken. Ich überlege, dieses Jahr ein wenig größer zu werden und vermutlich werden mir die Fensterbänke nicht mehr ausreichen. Mal sehen, wo ich eine warme und helle Stelle finde, damit die Pflanzen nicht zu lang und schwach werden. Natürlich müsst ihr nicht diesen Aufwand betreiben und könnt auch fertige Pflänzchen kaufen. Ich genieße auch diesen Prozess und habe erlebt, dass meine Pflänzchen später widerstandsfähiger sind, da sie unter meinen Bedingungen bereits gewachsen sind. Das Saatgut kaufe ich an unterschiedlichen Stellen - online, im Supermarkt und im Gartencenter. Ich achte soweit es mir möglich ist auf Bio-Saatgut und darauf, dass es keine Hybrid-Form ist. Ich möchte nämlich selbst aus den Früchten die Samen für die nächste Runde ernten können.

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Unser Garten und was darin wächst

Salat im Blumentopf selber ziehen

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 23. Februar 2017 veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin verheiratet, habe eine Tochter und mit zwei Hunden ist unsere Familie aktuell komplett. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

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