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Ein Giftcoctail, der in unsere Haut eindringt

Lisa Albrecht
Lisa Albrecht

Wie lange sind wir eigentlich mal nackt? Ich tippe mal, bis auf das Duschen, sind die Wenigsten eine längere Zeit kleiderfrei. Ständig tragen wir also Kleidungsstücke am Körper, auf unserer Haut. Besonders Unterwäsche und Socken sitzen eng und haben sehr viel Hautkontakt. Eigentlich sollen sie uns schützen und wärmen. Doch öfters als gedacht ist das Gegenteil der Fall. Immer häufiger klagen Menschen über Textildermatitis und das völlig unerwartet. Juckreiz, kleine Bläschen oder Rötungen treten auf den betroffenen Hautstellen auf. Gerne auch erst Stunden oder Tage später. Den Zusammenhang ist dann oft schwer herzustellen.

Faire und gesunde vegane Socken von SockUpYourLife

Giftcoctail in unserer Kleidung

Empfindliche Hautstellen wie Kniekehlen, Achseln, Intimzone, Hals oder Armbeugen sind öfters als andere Körperstellen von Kontaktallergien mit Textilien betroffen. In unserer Kleidung schwitzen wir, dabei ist unsere Haut meist gut durchblutet und die Poren sind geweitet. Eine optimale Ausgangslage, um diverse Giftstoffe aus der Kleidung aufzunehmen. Ebenso bei Socken wirds problematisch. Jeder hatte vermutlich mal schwitzige Füße. Wir unterschätzen gewaltig diesen Aspekt. Nur, weil wir vieles mit bloßem Auge nicht sehen können, heißt es noch lange nicht, dass es nicht existiert. Unsere Kleidung ist voll mit Chemikalien.

Faire und gesunde vegane Socken von SockUpYourLife

Ob in einem Kleidungsstück wirklich so viel Chemie drin steckt, wie es wiegt - sei mal dahin gestellt - jedenfalls wird es gerne mal behauptet. Alleine der Fakt reicht mir aber aus, dass beinnahe jedes - vor allem konventionelle - Kleidungsstück mit einem Chemiecoctail behandelt wurde, damit es schön aussieht. Je nach Kleidungstück und Einsatz kommen diverse Chemikalien zum Einsatz wie Farbstoffe, Weichmacher, zinnorganische Verbindungen, Triclosan, Tenside und Schwermetalle - aktuell gibt es rund 8000 Textilchemikalien auf dem Markt. Ebenso Kleidung mit den Bezeichnungen wie z.B. schmutzabweisend, bügelfrei oder formstabil sollte man sehr kritisch beäugen - ganz egal, welche Vorteile sie angeblich mitsich bringt. Niemand kann im Geschäft dir genau sagen, was in der Kleidung drin steckt - selbst Labore tun es sich manchmal schwer. Eine Zutatenliste findet man also (in der Regel) nicht auf der Kleidung. Ist dir eigentlich aufgefallen, wie stark es in Bekleidungsgeschäften nach Chemie riecht? Besonders stark ist das in den Schuhgeschäften der Fall, aber auch in reinen Modehäusern. Zusätzliche Raumbeduftungen werden dann gerne eingesetzt, um den Gestank erträglich zu machen.

Faire und gesunde vegane Socken von SockUpYourLife

Unterwäsche und Socken an empfindlichen Stellen

Gehen wir eine Etage tiefer und schauen uns unsere Unterwäsche an. Slips oder Shorts, BHs und Socken tragen wir täglich sehr eng auf der Haut. Macht es da nicht auch noch mehr Sinn, genauer hinzusehen? Zum Glück wächst das Bewusstsein für gesunde Mode und immer mehr Anbieter erkennen die brenzlige Lage. Die Lösung des Problems bietet meines Erachtens sehr oft die Fair Fashion. Wobei auch da genauer hingeschaut werden muss, denn nicht alles, was bio und fair ist, ist auch gesundheitlich unbedenklich. Bei Oberbekleidung gibt es inzwischen immer mehr Labels, die auf die einzelnen Prozesse achten, um ein möglichst "sauberes" Kleidungsstück anzubieten. Bei Unterwäsche und Socken wird es schwieriger, da es generell nicht so viele Anbieter gibt.

Faire und gesunde vegane Socken von SockUpYourLife

Überrascht war ich deshalb sehr von SockUpYourLife, einem Sockenhersteller aus Deutschland, mit dem ich in diesem Artikel kooperiere. Darüber freue ich mich besonders. Denn das ist der erste Sockenhersteller (nach meinem Wissen), der so transparent ist. Neben den vielen Informationen über die faire Herstellung und eingesetzten Materialien, findet man tatsächlich auch eine Zutatenliste der benutzten Färbemittel und Hilfsstoffe. Das ist einzigartig! Auf dieser Seite kann man zum Beispiel anhand der schwarzen Socken sehen (oder wähle einfach eine andere Farbe aus), wo die Baumwollbauern sitzen, anschließend das Garn gesponnen wurde, wie es im nächsten Schritt gefärbt und zur Socke verarbeitet wurde. Somit kann ich entnehmen, dass die Bio-Baumwolle von einem Kleinbauern in der Region um Alexandria (Griechenland) angebaut und geerntet wird. SockUpYourLife gibt an, dass dabei auf die Verwendung von Pestiziden, Herbiziden und Kunstdüngern verzichtet wird. Ebenso hört es sich gut an, dass kein Grundwasser für die Bewässerung verwendet wird. Ein wenig weiter, aber ebenso in Griechenland, wird das Garn gesponnen. Die gewählte Spinnerei ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und bietet sehr hochwertige Garne an, um sich von der Konkurrenz langfristig abzuheben. Der Spinnprozess ist rein mechanisch, somit werden keine Chemikalien an dieser Stelle eingesetzt. Der Färbeprozess ist laut SockUpYourLife der "heikelste Arbeitsschritt bei der Herstellung" der Socken. Hier war eine gründliche Recherche nach einem geeigneten Partner besonders wichtig. Ein Textilveredelungsunternehmen in der Nähe von Linz bietet moderne Technik. Sie verwenden u.a. auch Strom aus dem eigenen Wasserkraftwerk für die energieintensive Produktion. Die Färberei ist u.a. GOTS und Öko-Tex 100 zertifiziert und färbt somit möglichst schadstofffrei. Auch interessant ist der Hinweis, dass ein Großteil der verwendeten Zutaten in der späteren Socke nicht mehr nachweisbar ist.

Faire und gesunde vegane Socken von SockUpYourLife

Socken für ein gutes Gewissen

SockUpYourLife hat mich tatsächlich sehr überzeugt, denn die gesamte Firmenphilosophie macht auf mich einen ordentlichen Eindruck. So eine transparenz ist selten. Was ist aber nun mit dem Produkt selbst? Taugt die Socke auch was? Eins steht schon mal fest: Sie ist vegan, fair produziert und sehr hautfreundlich. Ich habe pro Farbe jeweils ein Paar Socken da und werde sie nun genauer testen.

Faire und gesunde vegane Socken von SockUpYourLife

Das Material fühlt sich weich, aber griffig an. Ich kann mir vorstellen, dass sie einiges mitmachen könnten. Die Farben sprechen mich an, ich mag sowohl die einfarbigen, als auch die geringelten Varianten. Ziemlich sexy und ein schöner Hingucker! Die Socken sind nicht zu niedrig, das mag ich nähmlich gar nicht. Das Bündchen ist nicht zu fest und relativ weich, beim Tragen wird also nichts abgequetscht. Kennt ihr diese blöden Socken-Abdrücke am Abend, wenn man sich zum Schlafen um- oder auszieht? Gesund ist das Abquetschen von Körperstellen auf jeden Fall nicht. Die Socken sind gut verarbeitet und insgesamt hochwertig. Toll finde ich nicht nur den durchdachten Herstellungsprozess, sondern auch die Verpackung. Die Socken sind in braune Papiertüten eingepackt, NICHT mit einem Faden verbunden und that's it. Ich hatte schon mal das Problem, dass nach dem üblichen Entfernen vom Heftfaden, mein Sockenpaar an dieser Stelle ein Loch entwickelte. Toll ist was anderes. Ich bin sehr angetan von SockUpYourLife, dass sie selbst solche Kleinigkeiten anders gelöst haben. Und auf jeder Tüte befindet sich ein Aufkleber mit der Zutatenliste und Materialangaben. Im Paket fand ich auch ein Infokärtchen mit Pflegehinweisen, was die Socken mögen und was eher nicht so. So bleiben sie am Längsten schön.

SockUpYourLife Bio-Socken vegan und fair

Lagern sich Giftstoffe im Körper ab?

Mein gesunder Menschenverstand sagt eindeutig "ja" und auch die Fachwelt ist sich einig. Im Focus wird berichtet, dass die Azofarbstoffe in den Körper gelangen und möglicherweise Harnblasenkrebs auslösen könnten. Farbstoffe, die krebserregend sind, sind in der EU nicht mehr zugelassen. Aber auch wenn Stichproben bei den Kontrollen gemacht werden, kann mir niemand garantieren, dass nicht doch etwas drin ist. Schließlich hört man immer wieder von Öko Test und Co. von gefundenen, nicht zugelassenenen Stoffen in Kleidung. Man muss auch wissen, dass bestimmte Chemikalien, die zwar in Deutschland verboten sind, woanders noch fleißig eingesetzt werden. Focus erwähnt im oben genannten Artikel den Schimmelstopper Pentachlorphenol (PCP). Er wird eingesetzt, damit Kleidung auf langen Reisen nicht verschimmelt. Nicht nur die Chlorakne, Kopfschmerzen und erhöhte Temperatur kann dieser Stoff auslösen, sondern auch Krebs hervorrufen und Nerven schädigen. Darüber kann man sicherlich einen ganzen Artikel schreiben. Für mich steht fest, dass ich Ware aus Deutschland bevorzugen möchte - hier ist die Wahrscheinlichkeit einfach höher, dass alles richtig gemacht wurde. Außerdem hat es auch weitere Vorteile wie Regionalität und faire Herstellung. Labels wie SockUpYourLife machen es richtig: Mit gutem Gewissen gewählte Herstellungspartner, Achtung vor der Gesundheit, Transparenz, faire Herstellung, ökologischer Gedanke und ein Blick in Richtung Nachhaltigkeit. Wir müssen uns wieder bewusster werden! Kleidung ist so viel mehr als nur eine Hülle, die uns vor Wind und Wetter schützt. Sie trägt genauso zur Gesundheit bei, wie eine gute Ernährung oder ordentliche Bewegung. Wenn wir wollen, dass unser Planet noch eine Weile existiert und wir dauerhaft gesund bleiben, sollten wir nicht mehr dem billigen Modewahn verfallen, sondern bewusst und nachhaltig einkaufen. Dazu gehört eben auch eine faire Biosocke.

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Dieser Beitrag wurde von Lisa Albrecht am 26. November 2016 veröffentlicht.

Lisa Albrecht

Lisa Albrecht

Gründerin & Autorin

Auf meinem Blog teile ich mit dir meine Erfahrungen und Gedanken, wie man ein Stück "grüner" Leben kann. Gesünder, leichter, harmonischer, bewusster und einfach glücklicher. Ich bin Mama einer Tochter und wir haben auch einen Familienhund. Ich liebe das Meer und mit Erdbeeren kann man mich leicht bestechen.

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Isabelle von umgekrempelt 02.12.2016 um 14:12
Sehr schöner Artikel! Ich freue mich immer über nachhaltigen Austuasch ;) Mich haben die Socken und die Philosophie von Sockupyourlife auch überzeugt: ich verkaufe sie in meinem Laden umgekrempelt in Mannheim... Natürlich habe ich sie auch schon selbst ausgiebig getestet - gemütlich und farblich echt großartig, finde ich.
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